Ich bin Führungskraft – muss ich Menschen mögen?
- Nicole Braxmaier
- 27. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Eine Frage, die selten offen gestellt wird. Aber in vielen Führungssituationen im Hintergrund wirkt.
Die ehrliche Antwort lautet:
👉 Nein. Du musst nicht alle Menschen mögen, die du führst.
Und das ist wichtig auszusprechen.
Führung ist keine Sympathie-Veranstaltung. Und auch kein Freundeskreis.
Aber:
Viele verwechseln hier etwas Entscheidendes. Denn wenn „mögen“ fehlt, wird oft auch „Führung“ dünn. Dabei geht es eigentlich um etwas anderes:
👉 Nicht Sympathie ist die Grundlage guter Führung.👉 Sondern Beziehungsfähigkeit.
Das bedeutet:
Menschen ernst nehmen, auch wenn sie anders ticken als ich
Verhalten ansprechen, ohne persönlich zu werden
Klar bleiben, auch bei Unsympathie
Verantwortung übernehmen, statt auszuweichen
Gute Führung heißt nicht: „Ich finde alle gut.“
Gute Führung heißt:
„Ich bin in der Lage, mit Menschen wirksam zu arbeiten – unabhängig davon, wie nah sie mir persönlich sind.“
Und genau hier entsteht oft Spannung im Alltag:
Wenn Führungskräfte versuchen, fehlende Sympathie zu kompensieren entsteht entweder Distanz oder Ungerechtigkeit.
Wenn sie sich davon lösen
entsteht Klarheit, Professionalität und Verlässlichkeit.
Vielleicht ist deshalb die entscheidendere Frage nicht:
„Muss ich Menschen mögen?“
Sondern:
👉 „Bin ich bereit, Beziehung professionell zu gestalten – auch ohne Sympathie?“
Denn genau das ist Führung.
Bleibt neugierig
Eure Nicole



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